Überextrusion mit 4 Tipps vermeiden!

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Überextrusion

3D Druck Überextrusion

Als Überextrusion bezeichnet man den unerwünschten Vorgang, bei dem der Extruder eines 3D-Druckers zu viel Material ausgibt. Dies führt zu einer Reihe von unschönen Druckfehlern, wie z. B. überstehenden Rändern, unsauberen Oberflächen und verformten Teilen.

Was ist Überextrusion?

Überextrusion im 3D-Druck bezeichnet das Phänomen, bei dem der Drucker mehr Material ausstößt, als für die Erstellung der Schicht erforderlich ist. Dies führt oft zu einer übermäßigen Dicke der gedruckten Schichten, zu Unebenheiten auf der Oberfläche des Druckobjekts und kann auch in Form von Materialansammlungen, wie etwa Klumpen oder Fäden, auftreten. Überextrusion beeinträchtigt sowohl die Ästhetik als auch die strukturelle Integrität des gedruckten Objekts.

Wie entsteht Überextrusion?

Überextrusion kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Eine häufige Ursache ist eine falsche Einstellung der Extrusionsrate im Slicer-Programm, das die Druckdaten für den 3D-Drucker vorbereitet. Auch eine nicht optimale Kalibrierung des Druckers, insbesondere des Extruders, kann zur Überextrusion führen. Weitere mögliche Ursachen sind eine zu hohe Drucktemperatur, die zu einem fließenderen Filament führt, oder ein zu geringer Abstand zwischen Düse und Druckbett, der den Materialfluss behindert.

Fazit: Die Überextrusion kann durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden, darunter:

  • Falscher Filamentdurchmesser: Der Filamentdurchmesser kann durch den Hersteller nicht immer genau eingehalten werden. Wenn der Filamentdurchmesser zu groß ist, wird mehr Material extrudiert als nötig.
  • Falscher Extrusionsfaktor: Der Extrusionsfaktor ist ein Wert, der die Menge des extrudierten Materials steuert. Ein zu hoher Extrusionsfaktor führt ebenfalls zu Überextrusion.
  • Unsachgemäße Druckeinstellungen: Eine zu hohe Drucktemperatur oder eine zu niedrige Druckgeschwindigkeit können ebenfalls zu Überextrusion führen.

Welche Filamente neigen zu Überextrusion?

Verschiedene Arten von 3D-Druckfilamenten können unterschiedlich anfällig für Überextrusion sein. Filamente mit niedrigerem Schmelzpunkt, wie PLA (Polylactid) oder TPU (Thermoplastisches Polyurethan), neigen eher zur Überextrusion, besonders bei zu hohen Drucktemperaturen. ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) kann ebenfalls betroffen sein, insbesondere wenn es in einer Umgebung mit variierenden Temperaturen gedruckt wird, was zu ungleichmäßiger Abkühlung und damit zu Überextrusion führt.

Überextrusion Vermeiden

Um Überextrusion zu vermeiden, ist eine präzise Kalibrierung des 3D-Druckers unerlässlich. Dies beinhaltet die Einstellung der richtigen Extrusionsrate, die Kalibrierung der Druckbett-Höhe und die Anpassung der Drucktemperatur an das verwendete Material. Es ist auch wichtig, regelmäßige Wartung durchzuführen, um sicherzustellen, dass alle Komponenten des Druckers korrekt funktionieren. Darüber hinaus kann die Verwendung von hochwertigen Filamenten und die Anpassung der Druckgeschwindigkeit dazu beitragen, das Risiko von Überextrusion zu minimieren.

Um Überextrusion zu vermeiden, können folgende Maßnahmen getroffen werden:

  1. Den Filamentdurchmesser mit einem Messschieber messen und den Extrusionsfaktor entsprechend anpassen.
  2. Die Druckeinstellungen im Rahmen der Herstellerangaben wählen.
  3. Das Filament vor dem Drucken gut vorheizen (trocknen).
  4. Die Düse und das Hotend regelmäßig reinigen.

Letzte Änderung am 1. Januar 2024

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